Donnerstag, 12. April 2012

Music is a moral law. It gives soul to the universe, wings to the mind, flight to the imagination, and charm and gaiety to life and to everything. (Platon)

Musik - ich schrieb schon vor ein paar Wochen über dieses unerschöpfliche Thema.
Musik begleitet mich durch mein Leben, eigentlich alle Genres von Musik, darunter auch die klassische Musik. Wen soll ich zuerst nennen? Es sind so viele Komponisten: Bach, Chopin, Puccini, Tschaikowsky, Rachmaninov, Debussy, Ravel, Orff, Vivaldi, Mussorgski, Brahms, Händel, Schuhmann etc. Wie ich zugeben muß, ein ziemlich gemischtes Geschmacksrepertoire. Und meistens sind es von all diesen Komponisten auch nur ganz bestimmte Kompositionen....Aber nur so kann Musik für mich ganz banal und instinktiv "funktionieren".
Wenn überhaupt ein Komponist bei mir über allen anderen steht, dann nur Mozart!
Zudem bin ich kein fanatischer Opernfreund, aber wenn ich wählen müßte, gäbe es nur die eine für mich: Don Giovanni.... Als junge Studentin durfte ich eine Aufführung in der Münchner Staatsoper sehen und seitdem habe ich mich immer wieder in diese Oper vertieft und weitere Aufführungen gesehen im Laufe der Jahre (unter anderem sogar eine bemerkenswerte Aufführung hier in Athen).  Meine Lieblingsversion jedoch ist noch heute die Aufnahme mit Ruggero Raimondi, nach der wunderbaren Opernverfilmung von Joseph Losey, gedreht in opulenten Bildern in Venedig und in den Palladio-Villen am Brenta-Kanal. Obwohl ich einige andere bemerkenswerte Versionen auf CD oder DVD besitze, ist diese - inzwischen recht betagte - noch immer mein absoluter Favorit.

Und auch hier bringt mich die Musik wieder zurück zur Literatur, denn wie Worte ist auch Musik ein Ausdruck von Gefühlen und Gedanken, insbesondere wenn Wort und Musik zusammenklingen:  Hanns-Joseph Ortheil schildert in seinem Roman Die Nacht des Don Juan das fiktive Zusammentreffen von Mozart und Giacomo Casanova kurz vor der Uraufführung des Don Giovanni in Prag im Jahre 1787. Unzufrieden mit dem Text des Librettisten Lorenzo da Ponte, beschließt Casanova kurzerhand, dem Opernlibretto und dessen Protagonisten Don Giovanni elegantere Züge zu verleihen und dem gestressten Mozart zur nötigen Ruhe zu verhelfen, damit dieser seine Oper endlich beenden kann....
Eine wunderschöne Geschichte über die Macht der Musik und der Liebe, ein lesenswertes Buch nicht nur für Mozartfans!

Jedenfalls ist es ein Muß, daß ich auch in meinem handwerklichen Bereich auf meine Art immer mal wieder auf das Thema Musik zurückgreife: