Mittwoch, 7. November 2012

Sprache ist eine Form, andere zu lieben. - Alfred Döblin

Ich lese gerade Alberto Manguels hochinteressante Eine Stadt aus Worten.


" Geschichten sind unser Gedächtnis, Bibliotheken die Lagerstätten für dieses Gedächtnis und Lesen das Handwerk, mit dem wir dieses Gedächtnis neu erschaffen können, indem wir es rezitieren und glossieren, es wieder in unsere eigene Erfahrung zurückübersetzen und so auf dem aufbauen, was frühere Generationen für bewahrenswert hielten.(...) Geschichten zu erträumen, Geschichten zu erzählen, Geschichten niederzuschreiben und Geschichten zu lesen, sind komplementäre Künste, die unseren Wirklichkeitssinn in Worte fassen...".


Mir gefällt Manguels Gedanke, daß auch das Lesen eine Kunst ist! Man muß sich tatsächlich fragen, was wären all die begnadeten Geschichtenerzähler denn ohne uns Leseratten???

Mein kleiner handgemachter Beitrag zum Thema Lesen....
P.S. Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, aber ich habe ja in einem früheren Post schon mal auf ein anderes Buch von Alberto Manguel hingewiesen. Wer sich also für die Geschichten hinter den Geschichten und dem Lesen interessiert, dem lege ich diesen Autor ans Herz!

Nachtragen muß ich noch Bernhard Schlinks ("Der Vorleser") Worte:  "Ich schreibe aus demselben Grunde wie andere lesen, man möchte nicht nur ein Leben leben".