Dienstag, 1. Oktober 2013

Envy comes from people's ignorance of, or lack of belief in their own gifts. - Jean Vanier


Envy - perhaps one of the strongest feelings of mankind. Thinking about this feeling, I have to admit that I envy as well as anyone else. But I never envied someone else’s wealth, success or beauty. Wealth is often just inherited or in the worst case chiseled. If not, it's just the fair fruit of one’s work. Wealth comes often with success which is the product of hard work, cleverness and, often enough, contingencies. If achieved by hard work and cleverness, it's again fair enough, if achieved by contingency, it is just the way life goes….  Beauty finally, is genetically passed on. Thus, there is no reason to waste further thoughts about it. Beauty might be also the questionable product of some surgery, something I totally disapprove for myself... Hence, there is no reason to eny any of these things!
You will ask me now, why I am writing all this. Having read two wonderful books these lasts days (Rachel Joyce, The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry and Julian Barnes, The Sense of an Ending), 
I became aware that I am definitely able to feel pure envy: I envy all good novelists!!!! Probably I admire every brilliant writer more than any other artist. And I regret that I am not blessed with the gift to write wonderful books. On the contrary, my passive role is that of a reader who enjoys a good book from time to time... and this is not the worst role,  I think!!!



Neid - vielleicht eines der stärksten Gefühle des Menschen. Wenn ich darüber nachdenke, muss ich zugeben, daß ich wohl genauso Neid empfinden kann wie jeder von uns. Aber ich habe noch nie jemanden um seinen Reichtum, Erfolg oder seine Schönheit beneidet.
Reichtum ist oft nur ererbt, manchmal auch ergaunert. Wenn beides nicht zutrifft, dann ist es der gerechte Lohn harter Arbeit. Gepaart ist Reichtum oftmals mit Erfolg. Und Erfolg ist ebenfalls meist das Ergebnis harter Arbeit, Cleverness und nicht zuletzt diverser Zufälle. Wenn jemand Erfolg hat aufgrund harter Arbeit und Klugheit, dann sei er ihm ausnahmslos gegönnt. Und wenn der Zufall nachgeholfen hat, dann kann man das nur abbuchen unter die verschlungenen Pfade des Lebens... Schönheit schließlich ist genetisch bedingt, also ebenfalls unsinnig, einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Und wenn die eine oder andere Schönheitsoperation nachgeholfen haben sollte, so muß jeder für sich selbst entscheiden, ob es das Risiko wert ist...
Ihr werdet Euch nun mal wieder fragen, was ich da so schreibe.
Nun, nachdem ich die letzten Wochen einige sehr schöne Bücher gelesen habe, wurde mir wieder bewußt, daß ich sehr wohl neidisch sein kann: Ich beneide jeden guten Schriftsteller! Ich kann sagen, daß ich Schriftsteller schon immer ein klein wenig mehr bewundere als jeden anderen Künstler. Und so muß ich zugeben, daß ich nur eines in meinem Leben bedauere: nicht mit der Gabe geboren worden zu sein, Bücher schreiben zu können!
Aber so ist definitiv der Lauf des Lebens: Mir wurde der passive Platz des Lesers zugewiesen, der sich an dem einen oder anderen guten Buch erfreuen kann....was letztendlich ja auch nicht das Schlechteste ist, oder?