Samstag, 14. Dezember 2013

Impressionen eines Umzugs....


Unsere uralte Schneidemaschine....fertig zum endgültigen Abschied!
Und schon hängt sie am Haken....


Buchbinderleinen und andere Materialien....
Unsere Guillotine "geht in die Luft"....
Auch die hydraulische Stanzpresse will mit!
 "Leerstellen"......
Jeder "verfügbare" Mann ist hier gefragt.....

Die Buchpresse muß durchs Nadelöhr
Heute war es endlich soweit: UMZUGSTAG! 
So ein Werkstattumzug ist schon recht aufregend, vor allem wenn große Maschinen ein-und ausgeladen werden müssen....bis zum Schluß ist man am Zittern, ob auch alles so klappen wird, wie man es geplant hatte!  Die obigen Photos lassen vielleicht erahnen, was heute hier so los war...
Aber nun ist es spät am Abend, mir tut alles weh, ich sitze erschöpft vor dem Kamin, gönne mir aber noch ein schönes Gläschen Wein und lasse diesen verrückten Tag für mich und Euch Revue passieren....Nach vielen Tagen des Ausräumens und Packens stehen jetzt natürlich noch einige Tage des Einräumens und Auspackens an....noch steht uns also so Einiges bevor!
Auf der Suche nach einem passenden Spruch für meine letzten Erlebnisse stieß ich auf das kleine Gedicht von André Gide und fand, daß es genau ausdrückt, was gerade so in mir vorgeht:

So ist das im Leben:
Wenn sich eine Tür schließt,
öffnet sich eine andere.

Die Tragik liegt darin,
daß wir nach der geschlossenen Tür blicken,
nicht nach der offenen.
André Gide

Vorherrschend ist dieses Gefühl der Wehmut, daß die ehemals "geschäftigen" Jahre nun auch ganz offensichtlich der Vergangenheit angehören. Man erinnert sich unweigerlich an die Anfänge hier in Griechenland vor fast genau 19 Jahren, von der klitzekleinen ersten Werkstatt mit gerade mal 30 qm bis hin zu der letzten mit 200 qm. Jetzt haben wir uns irgendwo im unteren Drittel "eingependelt", im Rückwärtsgang sozusagen. Wie meine Freundin und Mitarbeiterin beim Einräumen fröhlich anmerkte, erscheint ihr die neue Werkstatt richtig "kuschelig"....ja, so sieht es der erfrischend unverbesserliche Optimist! 
Wahrscheinlich ist es normal, daß man in den ersten Tagen so einer Veränderung noch dem Verlorenen nachhängt und seinen Blick noch nicht vollständig auf die "offene Tür" richten kann, zu unwägbar ist ja auch die wirtschaftiche Lage, als daß man sagen könnte, dieser Schritt sei ein Schritt in eine bessere Zukunft....
Trotzdem sind wir natürlich unendlich dankbar und erleichtert, daß der Umzug nach all den bürokratischen Schwierigkeiten doch noch in diesem Jahr geklappt hat, und vielleicht helfen uns auch die besinnlichen Feiertage, um in die nötige "Aufbruchstimmung" zu kommen, gerade rechtzeitig zum Beginn des neuen Jahres!