Dienstag, 4. Februar 2014

Zu viel ist zu viel....

Neulich...las ich dies in einem Artikel im P.M. Special über Gehirnforschung:
 
Wenn unser Gehirn mit Reizen überflutet wird, versucht es sich zu schützen. Es lässt im Extremfall alle Informationen passieren, ohne sie ins Gedächtnis vordringen zu lassen.(...).
Kalifornische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ältere Menschen sich zwar gut konzentrieren können, dass sie aber noch weniger als junge in der Lage sind, unbrauchbare Reize auszufiltern. Die Folge: alterstypische Vergesslichkeit.
Aber auch dann, wenn man interessiert und durchaus bei der Sache ist, kann ein Zuviel an Informationen schaden. Surfen im Internet, Chatten, Telefonieren, sms-Botschaften senden und empfangen: Wer sich im Übermaß einer Dauerkommunikation ausssetzt, büßt Intelligenz ein, haben britische Forscher herausgefunden. Bis zu zehn IQ-Punkte – das ist mehr als beim Konsum von Marihuana.
 
Ich stelle in letzter Zeit immer wieder fest, daß ich eine Menge von - für mich persönlich - irrelevanten Informationen gegen meinen Willen doch "abspeichere".
Wenn ich, wie neulich,  z.B. erfahre, daß Grünkohl am besten bei Frost gedeiht oder - wie vor längerer Zeit - daß es einen Käfer gibt, der die Stämme der Athener Palmen aushöhlt und dies zum Absterben der Palmen führt,  dann sind das für mein Leben Informationen, die ich zwar witzig finde in ihrer Kuriosität, die ich in jüngeren Jahren aber sicher sofort von meiner "Festplatte" gelöscht hätte....
Und heute stelle ich mit Entsetzen fest, daß ich mich gerade an so etwas Skurriles so genau erinnern kann, wohingegen manch Anderes, für mich Erinnerungswürdiges, einfach nicht mehr ad hoc "abrufbar" ist.....so ein Mist aber auch  (gepriesen sei Google Search!).
Wie oft habe ich über diese meine "hirnmäßige" Entwicklung schon nachgedacht!!!! Was passiert eigentlich mit meinem Hirn, das ich ja auch hier schon des Öfteren mit einem Sieb verglichen habe ?

Nun, der obige Artikel erklärt mir dann doch Einiges:
1. ich bin mit zunehmendem Alter nicht mehr wie früher in der Lage, "unbrauchbare Reize auszufiltern".
2 die Reizüberflutung hat in den letzten Jahren so sehr zugenommen, daß unser Gehirn dem nicht mehr nachkommen kann.
3. ich bin trotz meiner 50+ wohl doch noch nicht auf dem besten Wege in die geistige Umnachtung.

Also, Gott sei Dank habe ich diesen Artikel zufälligerweise gelesen!!! Ich hoffe nur, ich kann mich auch morgen noch an diese beruhigenden Informationen erinnern...:)

In diesem Sinne: dann doch lieber Marihuana statt Reizüberflutung, um den IQ nicht mehr als nötig zu verringern?








Kommentare:

  1. Ein sehr informativer Beitrag, kurzweilig zu lesen. Gefällt mir sehr gut. Wollte dich gerne G-plussen, aber das ging mal wieder nicht. Schade.

    Einen ruhigen, entspannenden Abend wünscht dir
    Uschi

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  2. Vielleicht speicherst du sie vielleicht gerade wegen ihrer Skurrilität ab oder aber auch, weil du dich nur noch über deine Freundin wunderst..
    Diese wiederum hat solche Infos immer schon in ihrem Hirn abgespeichert, da sie schon immer ein Faible für alles Grüne da draußen hatte. Wenn man diese geschmacklichen Phänomene des gefrosteten Grünkohls dann auch noch wissenschaftlich analysiert - toll ! Und diese Käfer erst - ein Wahnsinn !
    Hoffe, der nichtgefrostete Grünkohl ist euch bekommen, hihi

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    1. Nein, ich wundere mich gar nicht über meine Freundin....eher ist es so, daß ich befürchte bis zum Ende meiner Tage beim Anblick von Grünkohl und Palmen automatisch an meine liebste Freundin zu denken!!!! :)

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