Dienstag, 11. März 2014

Silence....

Neulich....postete ich auf Facebook folgendes Zitat:
Warum, werdet Ihr Euch fragen....
Die  Vorgeschichte: Eine alte Bekannte, die ich schon länger nicht gesehen habe, verfolgte auf FB eine kurze Konversation zwischen mir und einer gemeinsamen Freundin, in der wir uns kurz für die nächste Woche auf einen Kaffee verabredeten.
Meine alte Bekannte hat das als persönlichen Affront interpretiert, denn ich hätte wohl Zeit, mich mit I. zu treffen, aber keine Zeit für sie.selbst..Sie hat mich in einer Message arg beschimpft und mir vorgeworfen, ich hätte sogar vor einigen Jahren nicht einmal über meine -damals schwere- Erkrankung mit ihr reden wollen und hätte sie damit aus meinem Leben ausgeschlossen...Sie beschloß deshalb, mich "für immer" auf FB als "friend" definitiv zu löschen. Soweit, so gut.
Ich will nicht hier ausbreiten, was nun im Detail hinter all dem steckt, aber es hat mich nachdenklich gemacht, warum einem wohlgesonnene Menschen immer den Anspruch haben, man müsse über ALLES Worte verlieren?
Ich bin keine Auster, ich kommuniziere gern und viel (wie Ihr diesem Blog ja entnehmen könnt) und trotzdem kann ich nicht über ALLES reden, was in mir ist. Einige Dinge stecken so tief, daß ich weiß, ich würde nie die richtigen Worte finden - sonst wäre ich Schriftsteller geworden!
 Und oft ist auch das "Darüber-Schweigen" ein Mittel zur "Heilung", weil man einen Schutzmechanismus, einen Abstand entwickeln muß, um nicht verrückt zu werden. Könnt Ihr das nachfühlen?
Ich bin ein Mensch mit sehr wenigen echten Freunden, denen ich mich öffnen kann. Ich finde das normal. Warum haben aber manche Menschen den Anspruch, alles über einen wissen zu wollen? Warum können sie nicht ein "gesundes" Schweigen akzeptieren? Warum verstehen sie nicht, daß man nicht ALLES im Leben zerreden will, daß man einfach gewisse Dinge im Leben mit sich selbst ausmachen muß, um irgendwie überleben zu können?
Und wirkliche Freunde verstehen Schweigen, deshalb gefiel mir das obige Zitat!