Sonntag, 1. Juni 2014

Als man versuchte, ihn von dem Gerippe loszulösen, das er umarmt hielt, da zerfiel er in Staub. - Victor Hugo

Ein schöner, endlich geruhsamer Sonntag! Und deshalb die beste Gelegenheit für einen kleinen "Blog-Nachschlag"...
Wie schon erwähnt, mühe ich mich die letzten Wochen mit meinem SUB ab. Nichts passt so richtig, kein Buch kann mich zur Zeit fesseln. Vor ein paar Tagen kam dann ein Päckchen mit einem gebrauchten, kulturhistorischen Buch über die "Zeit der Kathedralen", das ich schon länger gesucht hatte. Nun, das erfordert ganz sicher meine ungeteilte Aufmerksamkeit, deshalb erstmal auf den Sommerurlaub verschoben. Und immer, wenn ich so gar nichts mehr unter den ungelesenen Büchern finde, schau ich in meine Bücherregale. Ganz unbewußt, aber wahrscheinlich doch inspiriert durch das Buch über die Kathedralen, griff ich mal wieder nach einem Klassiker: Victor Hugos "Notre Dame von Paris", erschienen im Jahre 1831.
Schon nach dem Lesen der ersten Seite war ich wieder in dieser Welt gefangen. Also habe ich mich nun darauf eingelassen. Ich besitze eine betagte Ausgabe des Insel Verlags aus dem Jahre 1977. Ungefähr um diese Zeit herum habe ich das Buch auch zum ersten Mal gelesen. Ich stand wohl noch unter dem Eindruck meines Schüleraustauschs mit 15 oder 16 Jahren, als ich einen Monat in Paris verbrachte und von dieser Kathedrale so ungemein beeindruckt war, daß ich sie besuchte, wann immer ich konnte. Ich habe damals alles gelesen, was ich in die Finger bekam, das irgendwie mit Mittelalter, Gotik etc. zu tun hatte.
Das Buch hat seine besten Zeiten schon gesehen, vergilbt, fleckig und ziemlich "zerlesen" sieht es aus. Aber es hat diese wunderbaren Illustrationen der französischen Originalausgabe von 1844, die die im Buch beschriebene Welt bildlich vor dem Auge des Lesers auferstehen lassen.





Und noch jemand hat sich beim Photographieren für das Büchlein interessiert:
Klein-Aristidis, der der sprichwörtlichen Neugier der Katzen schon jetzt alle Ehre macht!

So, und jetzt steht die wohlverdiente sonntägliche Siesta an. Ich verkrieche mich also mit der wunderbaren Geschichte über Quasimodo, Esmeralda und Frollo in mein Bett...und wünsche Euch allen noch einen schönen Sonntagnachmittag!