Sonntag, 8. Juni 2014

Sonntagsgruß mit Katzen...

In meinem vorletzten Sonntagsgruß schrieb ich ja über meine leeren Blumentöpfe, die (noch immer) darauf warten, ausgemistet und mit frischen Hortensien bepflanzt zu werden. Bis es soweit ist,  haben sie eine andere Verwendung gefunden:


Und als ich so meine wuscheligen "Blumentopfwesen" photographierte, dachte ich komischerweise an die farbenfrohen Tierbilder des großen Münchner Malers Franz Marc (1880-1916). Wir alle kennen ja seine berühmten Blauen Pferde, aber Marc malte auch leidenschaftlich Schafe, Kühe, Hunde oder Rehe. In seiner Schrift "Über das Tier in der Kunst" schrieb er im Jahre 1910: "Ich sehe kein glücklicheres Mittel zur Animalisierung der Kunst, wie ich es nennen möchte, als das Tierbild. Darum greife ich danach." Und so waren ihm auch Katzen ein beliebtes Motiv:

Franz Marc, Zwei Katzen blau und gelb, 1912
Franz Marc, Die weiße Katze, 1912
Franz Marc, Mädchen mit Katze II, 1912
Franz Marc, Katze hinter einem Baum, 1910/11
In seinen letzten Lebensjahren vor dem Ersten Weltkrieg (Marc fiel 1916 bei Verdun),  malte er nur noch selten Menschen. Vor allem in der Abgeschiedenheit der bayerischen Provinz beschäftigte er sich verstärkt mit Tiermotiven. Im Jahre 1915 schrieb er noch rückblickend:
 „Der unfromme Mensch, der mich umgab, erregte meine wahren Gefühle nicht, während das unberührte Lebensgefühl des Tieres alles Gute in mir erklingen ließ."

Einen schönen Pfingstsonntag noch...


(Franz Marc und seine Katzenbilder: Genauer nachzulesen im Ausstellungskatalog der Stiftung Sammlung Ziegler, die 2012 eine Ausstellung zum Thema veranstaltet hatte).


Kommentare:

  1. Tja, so ein Tier trägt eben mehr Unschuld in sich denn irgendein Mensch. Ich denke, der fromme Mensch hätte seine wahren Gefühle auch nicht mehr erregen können. Ich mag seine Tierbilder. Und ich stelle immer wieder fest wie gut es ist, dass meine Mutter mich im Kindesalter immer in Museeum gezerrt hatte. Obwohl, ich bin auch freiwillig mitgegangen.
    P.S. Deine MIezekatze im Blumentopf ist allerliebst. Dir auch noch schöne Pfingsten.

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  2. Wie schön, daß du schon als Kind in den Museen "unterwegs" warst...Ich leider nicht, denn damals kam man ohne Auto nur selten aus der bayerischen Provinz raus. Aber mein Vater hatte eine große Sammlung von Kunstbüchern, die mußten dem "Provinzkind" erstmal ausreichen. Später dann - mit eigenem Auto mobil - holte ich mit ihm viele Museumsbesuche in München und Umgebung nach und hörte mir staunend seine kunstkundigen Erklärungen an...

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  3. *kicher*
    Liebe Andrea,
    ach ist die Kleine goldig, wie sie es sich in deinen verwaisten Blumentöpfen bequem macht.
    Ist das eure Katze? Scheint ja noch recht jung zu sein.
    Verlink den Beitrag doch zu Kalle‘s: Alles für die Katz (immer am 1. und 15. eines Monats). Würde ja wunderbar passen ;-)

    Ganz ♥-lich grüßt
    Uschi

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    1. Danke, liebe Uschi, für den Hinweis. Das werd ich dann mal machen am 15. des Monats! Es sind übrigens zwei verschiedene Kätzchen in den Blumentöpfen...eigentlich sind es 3, und am Anfang waren es 4, aber eines hat Gott sei Dank schon eine neue Familie gefunden :). Also dann auf bald bei Kalle!

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  4. Sind das zwei süße putzige Miezen und wie bequem sie sich es in den Töpfen gemacht haben. Tja sie haben sich eben gedacht...die Töpfe kann man später immer noch bepflanzen.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Biggi

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    1. :) ja, momentan kann ich sie ja gar nicht bepflanzen...ich will ihnen ja ihren "Spiel- und Schlafplatz" nicht rauben....!LG Andrea

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  5. Hallo Andrea,
    da hat Uschi aber recht gehabt - deine Kätzchen passen optimal zu meinem Projekt. Und so gibt es auch ein Wiedersehen nach Kerkis Bücherprojekt! Die kleinen Dinger suchen sich eben immer ein entsprechendes Behältnis aus, um ihren verdienten Schlaf zu geniessen. Goldig!!! Von Franc Marc kannte ich seine Katzenbilder noch nicht, mir sind nur die Pferde gut in Erinnerung. Ganz herzlichen Dank fürs Mitmachen und liebe Grüsse kalle

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  6. Hallo Andrea,
    wie lieb von Dir, den Miezen noch ein wenig ihren Lieblingsplatz zu gönnen.
    Blümchen oder Kräuter, die hat doch jeder im Töpfchen, aber Katzen nicht, das ist etwas ganz Besonderes!
    Liebe Grüße
    moni

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