Sonntag, 20. Juli 2014

Seeing is not enough; you have to feel what you photograph. - Andre Kertesz

Mein sonntäglicher Gruß ins www kommt heute mal photographisch daher....
Auf FB wurde neulich ein Photo des ungarischen Künstlers Andre Kertesz gepostet, und das erinnerte mich an meine Abschlußarbeit meines Fernstudiums über Kunstgeschichte. Ich bin fasziniert von den Photographien vor allem der 20er und 30er Jahre. Es war die Zeit des Umbruchs in der Photographie, weg vom Piktorialismus des 19. Jahrhunderts hin zur künstlerischen Photographie, die in ihren umstürzenden Ideen der avantgardistischen bildenen Kunst in nichts nachstand: Rodchenko, Moholy-Nagy, Abbott, Cartier-Bresson, Kertesz und so viele mehr...
Da haben wir heute unsere Digitalkameras, die alles für uns von selbst erledigen. Mit einer einigermaßen guten Kamera kann fast jeder ein gutes Photo hinbekommen, nicht zu vergessen, die Möglichkeiten der Nachbearbeitung am Computer. Aber all dies hatten diese Leute Anfang des 20. Jahrhunderts nicht zur Verfügung. Sie standen in ihren Dunkelkammern, entwickelten, experimentierten mit Kameras, Bildträgern, Chemikalien und waren unermüdlich unterwegs auf der Suche nach dem ungewöhnlichen Blickwinkel, den interessantesten Lichtverhältnissen, dem "richtigen Moment"...eine der tollsten Epochen in der Geschichte der Photographie!