Freitag, 1. August 2014

Urlaubsdilemma....

Noch eine Woche muß ich arbeiten, dann endlich GANZE UNGLAUBLICHE IRRSINNIGE UNFASSBARE neun Tage Urlaub!
Viel ist es nicht, aber mit einer kleinen Manufaktur in Krisenzeiten ist das Leben kein Wunschkonzert. Man muß etwas herstellen und verkaufen, sonst kommt kein Geld in die Kasse...die Zeiten, in denen man sich seinen wohlverdienten Urlaub vorab erwirtschaften konnte, sind hier in Griechenland ja schon lange vorbei!
Umso mehr freue ich mich auf diese wenigen Tage, auch wenn ich so das Eine oder Andere zu erledigen habe, das ich gleich nach dem "Urlaub" ausliefern muß. Aber oft ist allein die Tatsache, daß man arbeiten kann, wann man will und sich nicht um irgendwelche obligatorischen Öffnungszeiten kümmern muß, schon so beruhigend, daß allein das einem fast wie Urlaub vorkommt.
Und wie liebe ich diese Tage, an denen ich mich auf meine ganz eigene verquere Weise "hinwegträumen" kann, an denen ich neue Ideen entwickeln kann, nicht ans Telefon gehen muß und meiner immerwährend unruhigen Seele mal eine Pause gönnen kann !!!
Und das Beste: ich werde lesen können, wann immer mir der Sinn danach steht, mal stundenlang beim morgendlichen Kaffee auf meiner Veranda, mal des Nächtens, mit unglaublichem Genuß, da um mich herum die Welt endlich schweigt, ohne schleches Gewissen, weil am Morgen der Wecker definitiv nicht klingeln wird!
Und darüber denke ich nun schon seit Tagen nach: WAS SOLL ICH LESEN?
Letztes Jahr war es ja der unglaublich intensive Ulysses von James Joyce, mit dem ich meine Urlaubstage verbrachte. Dieses Jahr steht wohl kein so profundes und aufreibendes Buch auf dem Programm. Und trotzdem habe ich schon eine kleine Auswahl getroffen, noch immer nicht sicher, welchem Autor ich meine wertvollen Urlaubstage definitv widmen werde:


Da ist Heimito von Doderer aus dem Nachlaß meines Vaters. Er liebte dieses Buch, empfahl es mir immer wieder, und zu meiner Schande gestehe ich, daß ich es -  und sei es nur in Erinnerung an ihn - noch immer nicht gelesen habe...

Da ist mal wieder meine ganz persönliche Herausforderung: Saul Bellow!  Ich will diesen Autor endlich richtig "packen"...

Rafik Schami - ein wunderbarer Autor, dessen Buch auch schon seit langem auf mich wartet...

Und da ist George Duby, der mich mit seinen wissenschaftlichen und historischen Betrachtungen in die mittelalterliche Welt der Kathedralen entführen könnte...

Jeder Bücherwurm kennt diese Qual der Wahl! Wer weiß, vielleicht werden es am Ende doch ganz andere Bücher sein, denn dies ist die schöne unendliche Welt unserer Bücherregale:  Sie eröffnet uns endlose Träume und Möglichkeiten!
Zusammengenommen wären die oben genannten Bücher über 3300 Seiten, ein Volumen, das selbst ich in 9 Tagen nicht bewältigen kann - es sei denn, ich halte dem besten aller Ehemänner folgende Tasse jeden Morgen ins Gesicht: