Montag, 1. Dezember 2014

Platznöte...

Nach dem ersten Luftholen heute, nach dem Aufräumen der Werkstatt, die in letzter Zeit keiner Buchbinderei, sondern eher einer Weihnachtswerkstatt glich, mußte dann auch in der Wohnung noch Platz gefunden werden für fast 30 gebrauchte Bücher. Eigentlich hätte ich damit ein ganzes Regalbrett ausfüllen können, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?
Die beiden einzigen freien Wände sind mit Bücherregalen zugestellt, der Rücken des Sofas ist auch mit Bücherregalen "verschönert" und herzaubern kann ich ja keine größere Wohnung...Deshalb bin ich schon letztes Jahr auf eine Aufbewahrungsart gestoßen, inspiriert durch ein Photo von Karl Lagerfelds Bibliothek:

Der gute Mann begründet seine liegenden Bücher damit, daß er sich nicht immer den Hals verrenken wolle, wenn er ein Buch suche...
Nun, das hat durchaus seine Logik. Ich habe dann aber festgestellt, daß so schlichtweg mehr Bücher ins Regal passen, vor allem, wenn manche Regalabstände einstmals für große Bücher geplant waren und die Regale nicht verstellt werden können. Zugegeben, so schön wie sauber aneinandergereihte Bücher sieht das Ganze nicht aus, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen! Deshalb habe ich mir heute Mittag in der Werkstatt selbst "frei gegeben" (die Kunden müssen ausnahmsweise mal einen Tag länger warten - nur im Vertrauen hier gesagt) und mit Hingabe umgestapelt, und siehe da, jetzt sind alle Bücher wieder untergebracht. Einige Krimis mußten zwar ab ins Regal zur allgemeinen Literatur, aber nun will ich auch nicht zu kleinlich werden.... In Einem gebe ich Herrn Lagerfeld Recht: den Hals muß man sich tatsächlich nicht verrenken!


So mancher Leser hier wird jetzt sagen, die Frau hat vielleicht Sorgen!
Stimmt zwar, ich habe genug andere Probleme, worüber ich mir Gedanken machen sollte, aber ich versuche, mich manchmal an den kleinen Dingen zu erfreuen, wie z.B. ein Berg von Büchern für den Preis von vielleicht 5 neuen...und die Bücherwürmer unter Euch werden mich verstehen, da bin ich ganz sicher!