Dienstag, 6. Januar 2015

Die Anbetung der Könige....

Mal wieder ein kurzer Ausflug in die Kunstgeschichte - passend zum heutigen Heilig-Drei-Königsfest oder dem Festtag der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), wie die evangelische und auch orthodoxe Kirche den Tag feiern.
Wir kennen alle mehr oder weniger die Bilder zum Thema "Anbetung der Könige". Das Motiv zieht sich seit der Spätantike durch viele Epochen der Kunstgeschichte und war natürlich vor allem in der religiösen Kunst der Renaissance sehr beliebt.
Im Matthäusevangelium heißt es:
  
Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, 
kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König 
der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. [...] Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen
 in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar.

Viele der bekanntesten Renaissancemaler haben sich dem Thema gewidmet. Herausgesucht habe ich Euch einige der schönsten Bilder:

Gentile da Fabriano, 1423



Sandro Botticelli, 1475
Benozzo Gozzoli, Der Zug der Heiligen Drei Könige (Detail), ab 1459

Albrecht Dürer, 1505
Und fehlen darf natürlich nicht eine beeindruckende Ikone, die hier im Athener Benaki-Museum hängt. Sie ist ein wunderbares Beispiel für den Einfluß der westlichen Renaissance-Ikonographie auf die byzantinische Kunst (das im Einzelnen zu erklären, würde aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen!):

Ioannis Perminiatis, ca. 1520

Ich wünsche Euch einen schönen Feiertag zum Ausspannen....und Lesen natürlich!