Donnerstag, 15. Januar 2015

Nach all dem "seelischen" Aufruhr der letzten Tage, wieder "back to the roots" mit einer kleinen Lektüreempfehlung:
Gerstern habe ich fast den gesamten Abend mit einem Büchlein verbracht:
Lily Brett, 1946 in Deutschland geboren als Tochter jüdischer Eltern, die Ausschwitz überlebt hatten und 1948 nach Australien auswanderten. Brett arbeitet als Journalistin und lebt seit 1989 mit ihrem Mann in New York. Sie schreibt Romane, Gedichte und Kolumnen. Bekannt wurde sie u.a. durch ihren Roman "Einfach so", der 1994 in Amerika erschien.
Irgendwie war mir ihr Name geläufig, und so fiel mir das gebrauchte Buch "New York" in den Schoß. Es ist eine kleine Sammlung ihrer wöchentlichen Kolumnen, die sie ein Jahr lang in "Die Zeit" veröffentlicht hatte. Ich lese sehr gern Kolumnen aller Art, vor allem, wenn sie geistreich geschrieben sind. Außerdem bin ich ja ein bekennender New York-Fan - auch wenn ich noch nie dort gewesen bin. Immer noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben,, daß es mir einmal in meinem Leben noch vergönnt sein möge (falls ich z.B. mal im Lotto gewinnen würde!!!). Ich lese mit Vergnügen alle Art von Büchern, die irgendwie mit New York zu tun haben, oder sehe gerne gute Filme und Serien, die in New York spielen. Bretts Buch war dementsprechend Wasser auf meinen Mühlen...
Sie beschreibt höchst vergnüglich ihr Leben in New York, ihre tiefe Verbundenheit mit der Stadt, ihre kleinen Erlebnisse dort. Es geht um alle möglichen alltäglichen Themen, aber auch die nachdenklichen und tiefschürfenden Momente fehlen nicht.
Wie könnte ich diese Lektüre beschreiben? Spontan fällt mir das Wort "reizend" ein. Ja, ich glaube, das charakterisiert es ganz gut. Man kann sich so herrlich in den kurzen Kolumnen verlieren und will immer noch die nächste, die übernächste, die überübernächste lesen....
Versteht sich von selbst, daß ich mich nun auf die Suche nach ihren Romanen mache!!!