Dienstag, 3. März 2015

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, das ich normalerweise hier nicht rezensiert hätte, wird es wohl insgesamt keinen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Dennoch will ich es kurz erwähnen, weil es unter einem ganz bestimmten Gesichtspunkt interessant ist.
Der junge arbeitslose Webdesigner Clay findet einen nächtlichen Job in der seltsamen Buchhandlung des Mr. Penumbra in San Francisco. Was sich zunächst als langweiliges Absitzen von Stunden unter dem Aspekt "besser als gar nichts"  anläßt, erweckt zunehmend seine Neugier, da in dieser Buchhandlung fast keine Bücher verkauft werden, sondern des Nächtens nur sonderbare Buchliebhaber anzieht, die sich bestimmte Bücher ausleihen, die sich im hinteren Teil der Buchhandlung befinden.
Clay beginnt langsam, diesen seltsamen Machenschaften auf die Spur zu kommen und landet schließlich bei einer geheimen Buchgesellschaft in New York, zu der auch der Inhaber der Buchhandlung, Mr. Penumbra, gehört...mehr will ich Euch, wie immer, hier nicht verraten!

Dieses Buch ist recht kurzweilig geschrieben, die Spannung steigert sich stetig, und der Leser will natürlich wissen, was es mit alldem auf sich hat. Es geht um ein Buch aus dem 16. Jahrhundert, um ein Geheimnis, das sich darin befinden soll. Um dem Ganzen auf den Grund zu gehen, bemüht Clay seine vielfältigen Kontakte, bis am Ende sogar im Hauptquartier von Google die besten Computerfachleute der Welt sich damit beschäftigen.
Und genau das ist auch der Knackpunkt, an dem ich beim Lesen des Öfteren einfach "aufgeben" mußte. Der Autor, natürlich jung und mit dem entsprechenden Wissen ausgerüstet, wendet sich an ein junges Publikum, das mit computertechnischen Ausdrücken umgehen kann, das sich nicht fragen muß, was dieser oder jener Terminus bedeutet, wie das in meinem Alter leider dann doch der Fall ist...
Und genau das ist der Grund, warum ich dieses Buch hier erwähne. Manches davon nicht zu verstehen tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, damit wir uns nicht falsch verstehen. Dennoch ist das Buch eher eine Lektüreempfehlung für die jüngeren Leser, so zwischen 20 und 40, die mit den modernen computertechnischen Details ganz selbstverständlich umgehen können. 
Immerhin gebe ich zu, daß das Buch genau von diesem Kontrast "Altes Wissen" - "Neues Wissen" lebt. Wie dieser "Kampf" ausgeht, will ich nicht vorwegnehmen.....spannend ist es allemal und auch ein wenig lehrreich für die jüngere Generation, die mit dem "alten Wissen" nicht mehr soviel am Hut hat. Lehrreich für meine, computertechnisch etwas unbedarfte Generation könnte es auch sein, aber das würde bedeuten, mit dem Laptop und ständig geöffnetem Wikipedia zu lesen - was mir dann doch zu anstrengend wäre!
Insgesamt aber eine nette Geschenkidee für die jüngere Generation!