Sonntag, 19. Juli 2015

Ein "demütiger" Sonntagsgruß...

Nach vielen Wochen, die der unschönen Realtität auch hier in meinem Blog gewidmet waren, zur Abwechslung mal wieder ein kurzer "künstlerischer" Sonntagsgruß!
Heute las ich zufällig die Beschreibung einer kürzlich erst beendeten Ausstellung in der Bundeskunsthalle Bonn, die dem "Göttlichen" Michelangelo Buonarotti gewidmet war. Ohne natürlich auch nur ein Original des Künstlers zeigen zu können, gelang es den Kuratoren wohl ganz famos, dem Besucher dies "Göttliche" in Michelangelos Kunst näherzubringen.

"Das Potenzial zur Gottähnlichkeit hat prinzipiell zwar jeder Künstler, 
sofern er fähig ist, eine creatio ex nihilo, eine Schöpfung aus dem 
Nichts, die eigentlich nur (ein) Gott vermag, zu leisten....!"

Allein, nur wenige Künstler haben diese Schöpfung aus dem Nichts in dieser Vollkommenheit erreicht wie Michelangelo.

Beim Lesen des Artikels mußte ich dann auch tatsächlich daran denken, welchen unauslöschlichen Eindruck drei seiner Kunstwerke auf mich gemacht haben - und wurde dabei unweigerlich etwas nostalgisch...





Der Davide, die Pieta und natürlich die Sixtinische Kapelle....Dies alles durfte ich in meinem Leben mehrmals sehen. Doch bei jedem wiederholten Sehen und wie versteinert davor Verharren blieb ein Gefühl immer dasselbe: absolute Sprachlosigkeit (ja, selbst ich kann mal sprachlos sein!), aber vor allem Demut:
Demut vor soviel Schönheit, Demut vor soviel Perfektion, Demut vor soviel menschlicher Schaffenskraft, Demut vor etwas, das man nicht in Worte fassen kann und deshalb tatsächlich wohl nicht anders als "göttlich" bezeichnen kann....
Schön, wenn Kunstwerke solche Gefühle in uns auslösen können!

Den interessanten Ausstellungsbericht findet Ihr hier