Freitag, 1. Januar 2016

Ein neues Jahr erträumen ...

GEDANKEN ZUM NEUEN JAHR:  Das vergangene Jahr war aufreibend für so Manche im „Kleinen“, für so Manche im „Großen“. Sieht und liest man in den letzten Tagen die Jahresrückblicke, wird mir bewußt, wie vergänglich alles ist, wie schnell wir vergessen. Dennoch sind einige Themen geblieben, die uns mehr als alles andere beschäftigt haben und weiter beschäftigen werden: Terror hat sich breit gemacht und viele Menschen weltweit getötet. Viele Menschen in einem kleinen Land am östlichsten Zipfel Europas beugten sich einem widersinnig-kurzsichtigen politischen Spardiktat. Viele Menschen haben sich auf eine gefährliche und manchmal tödliche Reise ins Ungewisse gemacht, auf der Suche nach Frieden und Geborgenheit. So Manche beäugten und berurteilten all dies von der verstaubten, kleingeistigen Sicherheit ihres kleinkarierten inneren Sofas aus. So Manche trugen ihre Frustration und tiefste  Menschenverachtung hinaus auf die Plätze ...
Laute Dunkelheit hat sich vielerorts über uns gesenkt und die leise Hilfsbereitschaft all Jener übertönt, die ihre Menschlichkeit noch nicht begraben haben.
Und so habe ich kein gutes Gefühl für das Kommende. Morgen schon tauchen wir alle wieder ab in unsere Alltäglichkeit. Morgen schon werden all die guten Vorsätze vergessen sein. Morgen schon wird die Realität – die politische, die gesellschaftliche, die persönliche – an unsere Tür klopfen, auch mit all dem Unschönen, das wir uns eigentlich gerade in diesen Augenblicken so sehr hinwegwünschen.
Was bleibt uns dann an einem solchen Neujahrstag? Ich weiß es wirklich nicht.
Aber wir sollten uns dennoch unsere Träume nicht nehmen lassen, denn ohne sie wäre die Wirklichkeit nicht auszuhalten ...